Art Fair

| September 20th, 2012

Durch die Geschichte hinweg hat sich der Sozialismus immer um einen kosmopolitischen und pädagogischen Zugang zu Politik bemüht. Darum nutzten auch sozialistische Parteien von Anbeginn ihrer Tätigkeiten den öffentlichen Raum.
Durch öffentlich gemachte Statements, Losungen und Botschaften wurde Politik demokratischer, da volksnaher.
Gleichzeitig wurde sie mit einem Ziel einer Richtung versehen.

In unseren heutigen Öffentlichkeit haben die Heilsversprechen gewinnorientierter Unternehmen die politischen Losungen verdrängt. Gleichzeitig propagiert heutige Politik, der Kapitalismus wäre eine Notwendigkeit und die einzige Möglichkeit menschliche Grundbedürfnisse zu stillen. Die Losungen bleiben aus. Ein Weg ohne Richtung entsteht, ein Slogan ohne Verantwortung.

Die Arbeit “Durch Handel und Wirtschaft zu besserer Kunst!” bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Botschaft und Slogan, Heilsversprechen und Erklärung, Öffentlichkeit und Verschlossenheit.

Dazu wurde eine Intervention mit eben dieser Losung im Stile eines historischen, sozialistischen Transparentes auf der Vienna Art Fair 2011 unternommen. Die Messe wurde mit dem von Gewinn getriebenen Handeln, der der Gründung von Stiftungen und Gallerien vorausgeht, konfrontiert.

Eine nicht ausgesprochene Maxime eines Kollektivs, einer Gruppe von Menschen, eines Wirtschaftszweiges wurde historisiert und gleichzeitig öffentlich gemacht.

outspoken aims, honest objectives

Comments are closed.